GPS-Routen

Die GPS-Navigation auf dem Fahrrad gewinnt zunehmend Freunde. Mit ihr ist es jetzt möglich, die wunderbare Landschaft Ostfrieslands zu genießen, ohne ständig auf die Karte zu schauen. Als besonderen Service bieten wir Ihnen daher ausgewählte Radrouten in der Gemeinde Friedeburg als GPS-Track zum download an. Die Tracks wurden in Zusammenarbeit mit der ADFC-Ortsgruppe Friedeburg erstellt, denen an dieser Stelle unserer besonderer Dank gilt.

 

Zum herunterladen klicken Sie bitte mit der rechten Maustaste auf den Track und wählen Sie "Speichern unter". Der Track wird dann auf Ihrem Computer gespeichert. Sollten es beim Download Probleme geben, laden Sie bitte die angezeigte Zip-Datei herunter und entpacken sie in ein Verzeichnis ihrer Wahl.


Sternroute 1: "Friedeburger Ansichten"

Strecke:  8,0 Km

 

Wer Friedeburg kennenlernen will, sollte zuerst die nähere Umgebung er„fahren“ oder auch zu Fuß erkunden. Die Route „Friedeburger Ansichten“ ist hierfür genau der richtige Anfang.

 

Diese kleine, idyllische Wanderroute führt durch einige der neueren Siedlungsgebiete Friedeburgs,wo die schmucken Einfamilienhäuser trotz ihrer zentralen Lage immer noch im „Grünen“ liegen. Weiter geht es durch eine für diese Gegend typische Wallheckenlandschaft, aber auch durch das landwirtschaftlich geprägte Dorf Hesel. Die Tour führt durch ein Waldstück im Herzen der Ortschaft Friedeburg mit sehr hohem Freizeitwert, dem so genannten „Stroot“, vorbei am Schulzentrum, am Naturfreibad, am Rathaus und dem Heimatmuseum zeigt die Route „Friedeburger Ansichten“ gleichzeitig neue und interessante Themen auf, die noch zu erkunden sind.

  

GPX-Download: 01 Friedeburger Ansichten

GPX-Download (Zip-Datei): 01 Friedeburger Ansichten


Sternroute 2: "Russland - Amerika"

Strecke:  11,0 Km

 

Das ist einmalig! Zu Fuß, aber noch besser mit dem Fahrrad kann ich in der Gemeinde Friedeburg Rußland und Amerika erreichen. Selbst das Fernsehen hat sich dieser Kuriosität schon angenommen.

 

Hier die Lösung:

 

Amerika

Im 19. Jahrhundert wanderten viele Leute nach Amerika aus, um dort den Urwald und auch andere Flächen urbar zu machen. Zu dieser Zeit gab es gerade im Raum Friedeburg noch große, nicht kultivierte Landstriche. Die hier gebliebenen Siedler hatten somit hier ihr Amerika, und so blieb der Name für diesen Ortsteil bestehen.

 

Rußland

Das Land hier war zur Zeit der Namensentstehung sehr unfruchtbar und unwegsam, was nach Meinung einiger Bürger den Verhältnissen in Rußland glich, und schon war auch für diesen Ortsteil der Name geboren. Eine weitere Version sagt: Hier lebte ein Köhler, und das ewig rußige Gesicht desselben soll für die Namensgebung verantwortlich sein.

 

Für Friedeburg Urlauber ist es eine Selbstverständlichkeit, diesen Weg mindestens einmal zu bewältigen. Es gibt für diese Leistung in der Tourist- Information eine Urkunde. Von Zeit zu Zeit werden geführte Touren angeboten. Die Wegstrecke ist leicht und auf eigene Faust zu bewältigen.

 

GPX-Download: 02 von Russland nach Amerika

GPX-Download (Zip-Datei): 02 von Russland nach Amerika


Sternroute 3: "Blumen und Mehr"

Strecke:  36,0 Km

 

Diese Route führt durch eine typische Wallheckenlandschaft, durch das Geestdorf Wiesede und weiter in die die jüngste Stadt Ostfrieslands, die Blumenstadt Wiesmoor. Erst Anfang des letzten Jahrhunderts wurden hier die ersten Häuser gebaut. Grund dafür war die Ansiedlung eines Kraftwerks, das ausschließlich mit Torf betrieben wurde. Um die Abwärme des Kraftwerks zu nutzen, wurde sie in die Gewächshäuser geleitet, wo zu Beginn überwiegend Gemüse herangezogen wurde. Spezialitäten waren Tomaten, Gurken und Pilze. Später wurde dann auf Blumen und Zierpflanzen umgestellt. Das Torfkraftwerk existiert heute nicht mehr,aber geblieben sind die vielen Gartenbaubetriebe. Wiesmoor wurde zu einer Blumenstadt, und einmal im Jahr wird aus diesem Grund ein Blütenfest gefeiert mit einem großen Blütenkorso. Dann werden aus Millionen Blüten die verschiedensten Motive dargestellt.


Die Route führt direkt an einigen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei, dazu zählen das Torf- und Siedlungsmuseum, die Blumenhalle mit dem angrenzenden Landschaftspark und das Ottermeer. Im weiteren Verlauf fahren wir mitten über die sehr reizvoll gelegene 27- Loch- Golfanlage und über große abgetorfte Flächen, die tief gepflügt und dann für die Landwirtschaft nutzbar gemacht wurden. Hier entstanden zum Teil hochmoderne Betriebe. Wir erreichen wieder
die Gemeinde Friedeburg in der Ortschaft Bentstreek.

 

GPX-Download: 03 Blumen und Mehr

GPX-Download (Zip-Datei): 03 Blumen und Mehr


Sternroute 4: "Durch Geest und Marsch"

Strecke:  20,0 km

 

Diese Route verdeutlicht auf wenigen Kilometern, welch abwechslungsreiche Landschaft das Friedeburger Land aufzuweisen hat. Die älteste Kulturlandschaft ist die überwiegend sandige Geest, während die Marsch ein dem Meer abgewonnenes Land mit sehr schweren Bodenverhältnissen ist. Im Bereich der Geest finden wir Wallhecken, meistens dicht bewachsen mit Eichenbäumen, und in der Marsch sehen wir weite freie Flächen. Unsere Route führt zunächst durch die Geest, wir streifen den über 875 Jahre alten Ort Marx und begeben uns weiter in Richtung Horsten.


Hier durchfahren wir eine abwechslungsreiche schöne Landschaft mit Sanddünen (Ostfriesische Berge), die von den Einheimischen liebevoll „Horster Schweiz“ genannt wird. Horsten hat noch eine schöne intakte, voll genutzte Windmühle (4). Nachdem wir die Ortschaft Horsten in Richtung Etzel verlassen haben, erreichen wir die recht baumarme Marsch, das sogenannte „Schwarze Brack“. Diese Kulturlandschaft ist viel jünger, aber der Boden ist schwer und außerordentlich fruchtbar. Man sieht es besonders an den saftigen Wiesen.

 

Die Region um Etzel und Horsten hat eine weitere Besonderheit: In etwa 1.000 m Tiefe schlummert ein Salzstock von großer Mächtigkeit. Dieses Salz haben die Urmeere zurückgelassen, und mit modernster Technik werden hier Hohlräume (Kavernen) in den Salzstock gespült (gesolt),die dann als Lagerraum für Öl oder Gas dienen.


An dieser Route liegen 3 bedeutsame Kirchen der Gemeinde Friedeburg: die St. Marcus-Kirche in Marx, die St. Mauritius-Kirche in Horsten und die St. Martinus-Kirche in Etzel. Das Thema Kirchen wird auf der Route 8 behandelt.


Empfehlenswerte Rastplätze sind:
der Marxer Dorfplatz, die Rasthütte Horster Heide, der Horster Dorfplatz sowie der Albertus Seba Platz (5) an der Etzeler Kirche.

  

GPX-Download: 04 Durch Geest und Marsch

GPX-Download (Zip-Datei): 04 Durch Geest und Marsch


Sternroute 5: "Kaffeefahrt"

Strecke:   24,0 km

 

Diese Tour führt durch eine landschaftlich schöne Region in Richtung Friesische Wehde. Unser Ziel ist die Rutteler Mühle, eine sogenannte Galerieholländer-Windmühle mit Windrose. Sie wurde 1865 erbaut und ist bis heute in Betrieb als Korn- und Sägemühle. Ein Mühlencafé und ein Mühlenpark mit etlichen Mühlenmodellen sind neben dem Bio-Hofladen nur einige Attraktionen auf dem Gelände. Auf Anmeldung sind auch Gruppenführungen möglich. Mutige Fahrer müssen hier die Entscheidung fällen, ob sie die Tour auf eigene Faust vergrößern wollen. Der Ort Neuenburg ist sehr nahe, und es gibt hier unter anderem ein Schloss mit Museum,eine Holzkunstwerkstatt und einen richtigen „Urwald“.

 
Unsere vorgegebene Route führt uns aber von der Rutteler Mühle auf ruhigen Nebenstraßen weiter zum Schulmuseum Bohlenbergerfeld, wo man nach vorheriger Anmeldung eine Schulstunde wie in früheren Zeiten erleben kann (Öffnungszeiten bitte bei der Tourist-Information Friedeburg erfragen).
Vorbei an einem „Western Camp“, wo Erwachsene und Kinder sich ihren Kindertraum, Cowboy und Indianer zu spielen, erfüllen. Weiterhin führt der Weg am Rande eines Segelflugplatzes entlang durch eine Geest- und Wallheckenlandschaft nach Friedeburg zurück.

 

 

GPX-Download: 05 Kaffeefahrt

GPX-Download (Zip-Datei): 05 Kaffeefahrt


Sternroute 6: "Ins Moor"

Strecke:  39,0 km

 

Diese Route führt zu Beginn durch den Niedersächsischen Staatsforst „Hopelser Wald“ in Richtung Wiesmoor. Sie ist die jüngste Stadt Ostfrieslands. Weiter lernen wir auf dieser Tour einen großen Teil des zentralen Moorgebietes in Ostfriesland kennen, so wie es sich heute darstellt. Wir kommen zum Einen vorbei an riesigen kultivierten Moorflächen, wo für die Gewinnung von Gartentorf das Moor industriell abgebaut wird, und sehen zum Anderen ein etwa 400 ha großes Wiedervernässungsgebiet (Naturschutzgebiet Riesmeer), das der Natur nach erfolgter Ausbeutung des Torfes zurückgegeben wurde und heute von vielen seltenen Wasservögeln besiedelt ist. Von einer Aussichtsplattform hat man einen schönen Überblick.

 

Die Strecke führt im weiteren Verlauf vorbei an unberührter Moorlandschaft und an einem der letzten noch in Ostfriesland erhaltenen Hochmoorseen, dem Lengener Meer (12). Auch hier steht ein Aussichtsturm. Obligatorisch ist ein Besuch auf „Heikes Moorhof“ (13). Eine kleine Herde Schafe wird hier gehalten, und aus der gewonnenen Milch werden direkt vor Ort Schafskäse und andere Schafsmilchprodukte hergestellt. Im Garten kann man bei leckerem Ostfriesentee hervorragend die Seele baumeln lassen. Obwohl es an unseren Routen eigentlich immer wieder gemütliche Sitz- und Rastplätze gibt, sollen an dieser Strecke zwei besonders schöne, auch für größere Gruppen geeignete Rasthütten genannt werden:


1. Neudorfer/ Oltmannsfehner Straße , kurz nachdem wir den Weg am Naturschutzgebiet Riesmeer verlassen haben, links etwas versteckt.


2. am Flakstellungsweg in Bentstreek.

  

GPX-Download: 06 Ins Moor

GPX-Download (Zip-Datei): 06 Ins Moor


Sternroute 7: "Herrlichkeit Gödens"

Strecke:  29,0 km

  

Heute besuchen wir die „Herrlichkeit Gödens“. Dieser Name bezieht sich in erster Linie auf das Gebiet der Besitztümer der Grafenfamilie „von Wedel“. Im Zentrum steht das „Wasserschloss Gödens“. Der wundervolle Schlosspark ist ganzjährig für Besucher geöffnet, und einmal im Jahr wird auch der größte Teil des Hauses für Besucher geöffnet, dann werden Künstler, Musiker, usw. eingeladen, denn das Schloss selber wird noch von der Grafenfamilie bewohnt. Die Grafenfamilie von Wedel hat sich gegenüber seinen Untertanen immer recht human verhalten. Der Beweis hierfür ist der Ort Neustadtgödens, dessen Grund und Boden auch heute noch zum großen Teil im Besitz der „von Wedels“ ist. Hier lebten viele kleine Handwerker und Händler in bescheidenem Wohlstand. Besonders bekannt wurde dieser kleine Ort, weil es hier 4 Glaubensgemeinschaften mit eigenen Gotteshäusern gab. Katholiken, Mennoniten, Juden und Evangelische lebten friedlich zusammen. Gute
fleißige Leute, egal welcher Konfession, erhielten ein Grundstück auf Erbpacht und konnten sich eine Bleibe aufbauen.


Das „Schloss Gödens“, der Ort Neustadtgödens mit seinem malerischen Ortskern und auch die alte, mit Wind betriebene Wasserschöpfmühle liegen nicht direkt an dieser Route, sind aber vom Rastplatz „Hinter der Dykhauser Brücke“ gut zu erreichen.

 

GPX-Download: 07 Herrlichkeit Gödens

GPX-Download (Zip-Datei): 07 Herrlichkeit Gödens

 

Alternativroute mit Fahrt zum "Schloss Gödens":

    

GPX-Download: 07 Herrlichkeit Gödens - Schloss

GPX-Download (Zip-Datei): 07 Herrlichkeit Gödens - Schloss

 

 


Sternroute 8: "Kleine Kirchenroute"

Strecke: 27,0 km

 

Diese Route hat die unten genannten Kirchen als Ziel.
Die St. Marcus-Kirche in Marx ist eine Granitquaderkirche mit Apsis. Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut. Altar, Kanzel, und Orgel von 1830. Orgelempore: Jesus und die 12 Apostel, 1797.


Die St. Mauritius- Kirche in Horsten ist eine Backsteinkirche auf einem Granitsockel mit Apsis. Erbaut erste Hälfte des 13. Jahrhunderts. Kanzel 1655 mit Treppe und Galerie von Jacob Cröpelin. Orgel von Samuel Schröder, Jever, 1731-1733 erbaut. Glockenturm separat neben der Kirche mit Ecktürmchen.
Die St. Martinus-Kirche in Etzel ist eine Granit- und Backsteinkirche, erbaut 1240- 60. Ostgiebel baugeschichtlich sehenswert. Reich geschnitzter Stufenaltar von 1714. Weihwasserbecken aus Granit, 12. Jahrhundert. Orgel mit geschnitztem Orgelprospekt von 1860. Hoher Glockenturm mit Durchgang zur Kirche und zum Friedhof.


Die St. Mauritius Kirche in Reepsholt ist eine Backsteinkirche mit Langhaus und kreuzförmigem Ostteil sowie polygonalem Chor. Die untere Mauerzone besteht aus Granit. Erbaut wurde sie Anfang des 14. Jahrhunderts und hat einen 1250 erbauten mächtigen Westturm. Bei einer Fehde 1474 mit den Mansfeldern stürzte der Turm teilweise ein. Heute ist der Turm als mächtige und eindrucksvolle Ruine zu sehen. Die Orgel ist von Johann Friedrich Wenthin aus
Emden, 1788/89.

 

 

GPX-Download: 08 Kleine Kirchenroute

GPX-Download (Zip-Datei): 08 Kleine Kirchenroute


Sternroute 9: "Energie & Technik"

Strecke:    42,0 km

 

Auf dieser Route haben wir die Möglichkeit, drei verschiedene Energiequellen in Augenschein zu nehmen.
Ein industrielles Torfabbaugebiet in Brockzetel, hier wird noch richtiger Brenntorf mit kleinen speziellen Baggern gegraben. Dieser Torf war in früherer Zeit im baumarmen Ostfriesland das einzige Brennmaterial, das zur Verfügung stand. Diese jetzt von Maschinen erledigte Arbeit musste mühselig von Hand gemacht werden. Auf unserem weiteren Weg kommen wir dann am „Klein Wiesedermeerweg“ an Restmoorflächen (15) vorbei. Wo jetzt Wasserflächen sind, wurde einst der Torf von Hand gegraben.
Zwei moderne Biogasanlagen befinden sich ebenfalls an dieser Route. In den gut sichtbaren Silotürmen wird Grünzeug, zum Beispiel Mais und Gras eingelagert. In den geschlossenen Behältern entsteht durch die Vergärung Biogas. Mit diesem Gas wird ein Stromgenerator angetrieben.
Der erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist.
Ebenso liegt an dieser Route eine große Freiland-Photovoltaik-Anlage (16). Die Fläche umfasst etwa 70.000 Quadratmeter, und die Leistung beträgt ca. 2 Megawatt.

 

 

GPX-Download: 09 Energie & Technik

GPX-Download (Zip-Datei): 09 Energie & Technik


Sternroute 10: "Ins Jeverland"

Strecke:  31,0 km

 

Die ostfriesische Halbinsel ist politisch gesehen in zwei Lager geteilt. Der ostfriesische Teil umfasst die Landkreise Aurich, Leer und Wittmund sowie die Stadt Emden, und der friesische Teil umfasst den Landkreis Friesland und die Stadt Wilhelmshaven.


In früherer Zeit hatte die Grenze zwischen Ostfriesland und Friesland eine große Bedeutung. Sie entstand im 17.Jahundert als Grenze zwischen dem Fürstentum Ostfriesland und der Grafschaft Oldenburg in der Harlebucht an der friesischen Nordseeküste, um Streitigkeiten um den Besitz des neu zu gewinnenden Landes zu vermeiden. Am Ausgangspunkt dieser Grenzziehung steht noch heute ein Grenzstein aus dem Jahr 1868. Die Grenze wurde mit goldener Tinte in eine Karte eingetragen und trägt daher bis heute den Namen „Goldene Linie“.

  

GPX-Download: 10 Ins Jeverland

GPX-Download (Zip-Datei): 10 Ins Jeverland


Kartenquelle

Kartenquelle:

Daten von OpenStreetMap - Veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0


Druckansicht