Historische Kirchen

Vier historische Kirchen gibt es in der Gemeinde Friedeburg zu bewundern.

 

 


St.- Martinus- Kirche Etzel

Die St.- Martinus- Kirche in Etzel wurde im 12. Jahrhundert auf einem von Menschenhand aufgeschütteten Hügel erbaut.

 

Sie besteht in Teilbereichen aus Granitquadern, jedoch überwiegend aus Backsteinen. Bis zum Brand der Kirche im 16. Jahrhundert besaß sie einen Chorraum, der nach dem Brand nicht wiederhergestellt wurde.
10 m entfernt steht ein im 17. Jahrhundert erbauter Glockenturm, der als Torturm gestaltet ist.

 

Im Inneren der Kirche bildet der Altar  von 1714 den künstlerischen Mittelpunkt. Er bildet fünf Szenen der Geschichte Jesu ab. Auch die  Kanzel aus dem Jahre 1712 ist ebenfalls mit holzgeschnitzten Bildern verziert worden. Mehrere Kronleuchter aus dem 17. Jahrhundert zieren die Decke der Etzeler Kirche. Etzels berühmtester Sohn Albertus Seba stiftete 1713 Wandbilder und eine Taufe.


St.-Mauritius- Kirche Horsten

Die im gotischen Stil erbaute Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und hat einen freistehenden Glockenturm, der vermutlich 1645 erbaut wurde.


Das im Inneren stehende Uhrwerk ist besonders interessant. Die Uhr besaß im 17. Jahrhundert ein Schlagwerk, welches jedoch einige Jahrzehnte später  wieder außer Betrieb gesetzt werden musste.

 

Auch die Kirche in Horsten hatte unter dem Dreißigjährigen Krieg zu leiden. So musste das gesamte Inventar erneuert werden: Von 1655 bis 1690 erhielt die Horster Kirche eine neue Kanzel, einen Altar, Beichtstühle und ein neues Taufbecken. Die Orgel ist aus dem Jahre 1733 und wurde 1985 umfassend restauriert.


St.- Markus- Kirche Marx

Die im 12. Jahrhundert erbaute St.- Markus- Kirche in Marx ist die älteste Steinkirche der Gemeinde.

 

Die Granitkirche im romanischen Stil besitzt einen Glockenturm aus dem Jahre 1660, der auch unter dem Namen „der schiefe Turm von Marx“ bekannt ist. Bewegungen im Baugrund und auseinander berstendes Mauerwerk sind die Ursachen für die Schieflage des Turmes.

 

Der Altar von 1821 und das dahinterstehende hölzerne Kruzifix sind ein besonderes Augenmerk. Eine Seltenheit ist die Kanzel, da sie keinen Schalldeckel besitzt. Sehr schön ist auch die farbig ausgemalte Taufe mit der goldfarbenen Inschrift. Die Orgel aus dem Jahre 1821 wird von 13 farbigen Tafeln geziert, auf denen Jesus und die Apostel dargestellt sind.


St.-Mauritius- Kirche Reepsholt

Die St.- Mauritius- Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist aus Granit und Backsteinen erbaut worden. Sie ist eine der wenigen Kirchen Ostfrieslands mit einem Querschiff, welches den Übergang zwischen dem romanischen und gotischen Baustil darstellt.

 

Früher hatte die Kirche einen sehr hohen Turm, der im 15. Jahrhundert als Wehrturm ausgebaut wurde, jedoch im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen 1474 wieder zerstört wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war das Gewölbe vermutlich sehr baufällig und stürzte ein oder musste abgebrochen werden.

 

Das Kircheninnere ist sehr geschmackvoll eingerichtet worden. Der Altar im Chorraum ist aus dem Jahre 1647, die Kanzel von 1845 besitzt einen reich verzierten Schalldeckel und der Taufstein ist ein Granitbecken aus mittelalterlicher Zeit, welcher eine Taufschale aus Kupfer und Silber beinhaltet. Der Taufstein ist mit einer hölzernen Verkleidung versehen worden und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die wunderschön verzierte Kirchenorgel im Barockstil ist 1788 auf der Empore am nördlichen Querschiff installiert worden. Sie ist mit detaillierten Figuren und Rankenwerk verziert.


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