Abickhafe

Abickhafe liegt am östlichen Rande des oldenburgisch-ostfriesischen Geestrückens und ist gekennzeichnet durch eiszeitliche Sandböden, die im Ortskern bis 5,5 m über NN liegen.Im Süden und Osten bedeckt Marschenboden des ehemaligen Meereseinbruches „Schwarzes Brack“ den Untergrund bis auf eine Höhe von etwa 1 m über NN. Das Kerndorf Abickhafe ist ein historisch gewachsenes Haufendorf. Haufendörfer entstanden in Mitteleuropa durch Zusammenwachsen benachbarter Weiler oder Gehöfte in Verbindung mit Bevölkerungswachstum und Siedlungskonzentration bereits im Mittelalter.

 

Daneben gab es am Rande der Marsch einzelne Ausbausiedlungen. Im 19. Jahrhundert kamen zahlreiche Häuser im Abickhafer Feld hinzu.

 

 

Ortsname

 

Die erste bislang bekannte urkundliche Erwähnung fällt als „tho Abekehove“ in das Jahr 1488, 1664 heißt es im Kirchenrechnungsbuch Reepsholt „Abbickhaus“. „Beim hove des Abbeke“ wäre eine mögliche Deutung, vielleicht auch – gestützt auf die Bezeichnung „Abteshoven“ auf der 1585 herausgegebenen Mercator-Karte – Haus oder Hof eines Abtes des nahe gelegenen Klosters/Stiftes Reepsholt.

 

Ein Gründungsdatum für die Gemeinde Abickhafe ist nicht auszumachen. Nach der Auflösung des Landes Östringen gehörte Abickhafe, trotz der Nähe zum Jeverland, zunächst vermutlich zum Einflusskreis der Häuptlinge auf der Hilmersburg in Asel, dann zur Herrlichkeit Friedeburg und zum Amt Friedeburg. Während der französischen Herrschaft wurde Abickhafe 1811 bis 1813 gegen alle Verwaltungstraditionen Teil der Großkommune Friedeburg des Cantons Rüstringen im Arondissement Jever. Danach wieder zum Amt Friedeburg zur Amtsvogtei Friedeburg und zur Untervogtei Reepsholt gehörig, ging es nach dessen Auflösung 1859 in den Zuständigkeitsbereich des Amts Wittmund und danach des Landkreises Wittmund über.


Dose


Dose grenzt im Norden und Osten an die Städte Jever und Schortens und an die Gemeinde Sande (alle Landkreis Friesland). Grenznachbarn im Süden und Westen sind die Ortschaften Abickhafe und Reepsholt. Während der westliche und mittlere Teil der Ortschaft Dose mit seinen wasserdurchlässigen Mineralböden von ehemaligen Heidfeldern, Wallheckenlandschaften und Gastäckern auf einer Höhe von 3 - 5 m über NN geprägt sind, hat sich im Osten durch frühere Ausläufer der Meereseinbrüche eine teilweise mehrere Dezimeter dicke Knickmarschbedeckung auf den Niedermoorboden gelegt, der damit eine Höhe von 1,2 - 0,5 m über NN erreicht.

 

Das Kerndorf Dose kann als Haufendorf bezeichnet werden, Langstraße ist eine typische Reihensiedlung und daneben gibt es in der Ortschaft einzelne Siedlungsbereiche.  

 

Ortsname

 

Das Wort "Dose" ist ein Begriff für grauweißes Torfmoor bzw. Torf und ist in Hochmoorgegenden geläufig. Zwar gab es in der Nähe von Dose im Bereich des ehemaligen Schwarzen Bracks durchaus Moorflächen, doch ob sich der Ortsname aus diesen Zusammenhängen erklären lässt, ist fraglich.

 

Dose wurde wahrscheinlich im Frühmittelalter gegründet. Seine erste Erwähnung fand es 1425 im Zusammenhang mit dem Häuptling Hilmer up der Dose. Die nach diesem Häuptling benannte Hilmerburg war nur eine von mehreren dieser befestigten Steinhäuser in Dose, die "Burgen" genannt wurden. Allerdings war schon im 17. Jahrhundert keine dieser Burgen mehr vorhanden. Im frühen Mittelalter gehörte Dose zum friesischen Land Östringen, später dann zur Herrlichkeit bzw. zum Amt Friedeburg, welches im 19. Jahrhundert schließlich im Amt Wittmund aufging.


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