Wiesedermeer

In der überwiegend landwirtschaftlich strukturierten Ortschaft Wiesedermeer leben auf einer Fläche von rd. 1.124 ha, rd. 600 Einwohner, sie liegt im westlichen Teil der Gemeinde Friedeburg. Der Name „Wiesedermeer“ ist auf eiszeitliche Gewässer zurückzuführen, die im Gebiet der Ortschaft lagen, so das Kleine und das Große Wieseder Meer, die ringsum von Hochmoor umgeben waren.

 

Im Rahmen der Moorkultivierung wurde das Große Wieseder Meer in den Jahren 1618/1619 entwässert.


Die Austrocknung des Kleinen Wieseder Meeres geschah auf Veranlassung des Regierungsrates Sebastian Eberhard Ihering im Jahre 1733, der seinerzeit mehrere Kultivierungs- und Kolonisationsprojekte in den Moorgebieten Ostfrieslands durchführte, und das Gebiet um das Kleine Wieseder Meer in erbpachtähnlicher Nutzung hatte.


Die erstmalige Besiedlung erfolgte 1739. 1740 wurden die ersten zwei festen Häuser in Klein Wiesedermeer gebaut. 1866 wurde eine Windmühle als Erdholländer errichtet, die 1960 verkauft wurde und im Deutschen Museum in München als Museumsanlage wieder aufgebaut wurde. 1883 erfolgte der Ausbau der Steinstraße von Rispel nach Wiesedermeer. In dem 1912 errichteten Volkshochschulgebäude ist heute ein Kindergarten untergebracht. 1916 erfolgte die Gründung der Raiffeisenkasse, 1928 die der Molkereigenossenschaft.


Weithin sichtbar sind die 1964 erbauten zwei 22 Meter hohen Türme der Zwischenpumpstation des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes.


Die ländliche Umgebung ist für Fahrradtouren und Ausflüge sehr gut geeignet. Lohnenswert ist auch ein Ausflug zum Landschaftsschutzgebiet "Restmoorflächen Wiesedermeer" mit verbliebenen Restmoorfiächen mit Torfstichen und einer interessanten Tier- und Pflanzenwelt.


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